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Prüfungsprogramm verwalten: warum es ins Curriculum gehört

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In vielen Schulen liegt das Prüfungsprogramm als eigenes Dokument vor: ein PDF, eine Word-Datei, manchmal noch aus der Gründungszeit der Schule. Der Unterricht selbst entwickelt sich weiter, das Dokument aber bleibt stehen, bis irgendwann niemand mehr sicher sagen kann, ob es noch stimmt.

Was in ein Prüfungsprogramm gehört

Je nach Stil unterscheidet sich die Gewichtung, aber der Kern ist ähnlich:

  • Pflichttechniken je Gürtelgrad. Was für welchen Grad verlangt wird, oft aufbauend auf den Techniken der vorherigen Grade.
  • Formen oder Kata. Wo der Stil sie kennt, meist mit steigender Länge und Komplexität pro Grad.
  • Partnerarbeit und Sparring. Was gezeigt oder angewendet werden muss, nicht nur solo ausgeführt.
  • Theorie. Bei manchen Stilen Begriffe, Zählweisen oder Geschichte des Stils.

Warum getrennte Dokumente auseinanderdriften

Das Problem ist selten böser Wille, sondern Arbeitsteilung: Wer die Einheiten plant, orientiert sich an dem, was gerade drankommt, nicht an einem Dokument in einem anderen Ordner. Ändert sich etwas am Programm, ein neuer Zusatzhandgriff, eine gestrichene Kata, wird das selten sofort im Dokument nachgetragen. Übernimmt später ein neuer Trainer oder eine neue Trainerin die Gruppe, lernt sie den tatsächlichen Stand nur durch Nachfragen, nicht aus dem Dokument.

Prüfungsprogramm als Teil des Curriculums

Der Bruch entsteht durch die Trennung selbst: ein Curriculum für den Unterricht, ein Prüfungsprogramm für die Prüfung, obwohl beide dieselbe Frage beantworten, nämlich was zu einem Gürtelgrad gehört. Hängt die Pflichttechnik direkt am Gürtelgrad im Curriculum, gibt es diese Frage nur noch einmal. Wer das Curriculum pflegt, pflegt damit automatisch auch das Prüfungsprogramm mit, ohne eine zweite Stelle im Blick behalten zu müssen.

Vorbereitung auf die Prüfung

Stehen Prüfungen an, verschiebt sich die Planung ohnehin: Die Wochen vorher brauchen gezielt die Pflichtinhalte des nächsten Grades, nicht den üblichen Mix. Steht das Prüfungsprogramm im Curriculum, lässt sich eine Einheit direkt daraus zusammenstellen, statt vorher in einem separaten Dokument nachzuschlagen, was überhaupt verlangt wird.

Wie DojoPlan das abbildet

DojoPlan führt kein zweites Prüfungsprogramm neben dem Curriculum: Jede Technik hängt an ihrem Gürtelgrad, mit Beschreibung und, wo vorhanden, Video. Trainingspläne für die Wochen vor einer Prüfung stellt ihr direkt aus diesen Techniken zusammen. Wer welche Prüfung wann besteht, verwaltet ihr weiterhin dort, wo ihr eure Mitglieder führt, das bildet DojoPlan bewusst nicht ab.

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